Die Erinnerungslandschaft

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Vorbemerkung:

‚Militarisierte Landschaften – Erinnerungslandschaften: Praktiken ortsbezogenen Erinnerns am Beispiel des Kalten Krieges‘

In der gesamten Bundesrepublik gibt es viele ‚Relikte‘ des Kalten Krieges. Das können ehemalige Kasernen, Bunker, sogenannte Vorbereitete Sperren, Stellungen für Flugabwehrraketen und vieles andere mehr sein. Manche wurden in der Zeit des Kalten Krieges gebaut, andere sind schon seit Jahrhunderten genutzte militärische Liegenschaften. Seit Ende des Ost-West-Konflikts und im Zuge der Strukturreform der Bundeswehr werden mehr und mehr Anlagen umgenutzt. Andere werden aktiv zurückgebaut und verschwinden ganz aus dem Landschaftsbild.

DIES WAR EIN in Deutschland von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes UND INZWISCHEN ABGESCHLOSSENES Forschungsprojekt am Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Gegenstand des Forschungsprojekts waren die Überbleibsel der ‚militarisierten Landschaften‘ des Kalten Krieges. Als Beispiel dienen das Bundesland Schleswig-Holstein – manchmal auch schmunzelnd als ‚Flugzeugträger der NATO‘ bezeichnet – und das sogenannte ‚Fulda Gap‘ – die Gegend, wo die NATO in ihren Planspielen einen Angriff der Warschauer-Pakt-Staaten erwartete.

Welche Region bzw. Landschaft ist in dieser Webseite gemeint?

In Anlehnung an das oben genannte Forschungsprojekt soll mit dieser Webseite in mehreren Untermenüs die Erinnerungslandschaft bezogen auf die Zeit des Kalten Krieges in der Region Nordhessen, beginnend mit der Nachkriegszeit ab 1945 bis etwa 1989/1990, vorgestellt werden.

Siehe dazu die nachfolgende Skizze.


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Wie kaum eine andere Region Deutschlands ist Nordhessen in der Zeit ab Mitte der 1950iger Jahre bis etwa 1990/93 geprägt durch die Anwesenheit starker militärischer Kräfte. Die Streitkräfte der Bundesrepublik, der Alliierten und ihre Strategie haben in mehr als fünfzig Jahren tiefe Spuren in dieser Region hinterlassen. In Zeiten des Umbruchs und neuer militärischer Konzepte und Strategien ist es nötiger denn je, sich der eigenen Geschichte zu vergewissern.

In Mittel- und Nordhessen bis in das angrenzende südliche Niedersachsen waren zu Zeiten des „Kalten Krieges“ ca. 25.000 Soldaten der Bundeswehr, mehrere tausend Amerikaner und belgische Soldaten stationiert waren. Dies war eine Folge der Bedrohung an der einst innerdeutschen Grenze. Nachfolgende Skizzen veranschaulichen diese besondere Lage in der Region.

Skizze 2:

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Quelle o.a. Skizze: Publikation „Die Bundeswehr“Herausgeber Bundesministerium der Verteidigung Informations und Pressestab Arbeitsbereich 2 – 12/76

Skizze 3:

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o.a. Skizze/Quelle: siehe Wikipedia

Die Skizze oben zeigt die sich gegenüberstehenden militärischen Landstreitkräfte in Ost und West auf dem Gebiet der damaligen Bundesrepublik Deutschland BRD (West) und der Deutschen Demokratischen Republik DDR (Ost) etwa Mitte der 80iger Jahre. Exakt in der Mitte, um Kassel, liegt die Region der in dieser Webseite so bezeichneten „Erinnerungslandschaft“.

Diese Zeit des Kalten Krieges ist für die jüngere Generation, insbesondere der nach 1989 Geborenen, kaum noch in seiner ganzen Radikalität begreifbar. Die Angst auch in der Bevölkerung vor einem nuklearen Schlagabtausch zweier großer sich gegenüber stehender Militärblöcke und ständige Militärübungen in der heimatlichen Umgebung liegen für junge Menschen weit entfernt in der Vergangenheit.

In der nachfolgenden Skizze 4 sehen sieht man nochmals die bereits eingangs gezeigte Darstellung der betroffenen Landkreise in Nordhessen. In dieser Karte finden sich durch Fahnen gekennzeichnet, welcher Nation die dort stationierten Soldaten angehörten bzw. angehören. Siehe auch die darunter angefügte Zeichenerklärung. Einige Standorte außerhalb der Region werden aus Gründen der strukturellen Zughörigkeit der dort ehemals stationierten Einheiten/Dienststellen/Truppenteile mit erfasst und betrachtet.

Skizze 4: