Die Erinnerungslandschaft

‚Militarisierte Landschaften – Erinnerungslandschaften: Praktiken ortsbezogenen Erinnerns am Beispiel des Kalten Krieges‘ in Deutschland ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Forschungsprojekt am Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

In Anlehnung an das oben genannte Forschungsprojekt soll mit dieser Webseite in mehreren Untermenüs die Erinnerungslandschaft bezogen auf die Zeit des Kalten Krieges in der Region Nordhessen, beginnend mit der Nachkriegszeit ab 1945 bis etwa 1989/1990, vorgestellt werden. Es gibt nicht ‚die Geschichte‘ des Kalten Krieges, aber es gehört zu unserer jüngsten Vergangenheit.

Welche Region bzw. Landschaft ist gemeint?


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Wie kaum eine andere Region Deutschlands ist Nordhessen in der Zeit ab Mitte der 1950iger Jahre bis etwa 1990/93 geprägt durch die Anwesenheit starker militärischer Kräfte. Die Streitkräfte der Bundesrepublik, der Alliierten und ihre Strategie haben in mehr als fünfzig Jahren tiefe Spuren in dieser Region hinterlassen. In Zeiten des Umbruchs und neuer militärischer Konzepte und Strategien ist es nötiger denn je, sich der eigenen Geschichte zu vergewissern.

In Mittel- und Nordhessen bis in das angrenzende südliche Niedersachsen waren zu Zeiten des „Kalten Krieges“ ca. 25.000 Soldaten der Bundeswehr, mehrere tausend Amerikaner und belgische Soldaten stationiert waren. Dies war eine Folge der Bedrohung an der einst innerdeutschen Grenze. Nachfolgende Skizzen veranschaulichen diese besondere Lage in der Region.

Skizze 1:

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Quelle o.a. Skizze: Publikation „Die Bundeswehr“Herausgeber Bundesministerium der Verteidigung Informations und Pressestab Arbeitsbereich 2 – 12/76

Skizze 2:

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o.a. Skizze/Quelle: siehe Wikipedia

O.a. Skizze 2 zeigt die sich gegenüberstehenden militärischen Landstreitkräfte in Ost und West auf dem Gebiet der damaligen Bundesrepublik Deutschland BRD (West) und der Deutschen Demokratischen Republik DDR (Ost) etwa Mitte der 80iger Jahre. Exakt in der Mitte, um Kassel, liegt die Region der in dieser Webseite so bezeichneten „Erinnerungslandschaft“.

Diese Zeit des Kalten Krieges ist für die jüngere Generation, insbesondere der nach 1989 Geborenen, kaum noch in seiner ganzen Radikalität begreifbar. Die Angst auch in der Bevölkerung vor einem nuklearen Schlagabtausch zweier großer sich gegenüber stehender Militärblöcke und ständige Militärübungen in der heimatlichen Umgebung liegen für junge Menschen weit entfernt in der Vergangenheit.

In der nachfolgenden Skizze 3 sehen sieht man nochmals die bereits eingangs gezeigte Darstellung der betroffenen Landkreise in Nordhessen. In dieser Karte finden sich durch Fahnen gekennzeichnet, welcher Nation die dort stationierten Soldaten angehörten bzw. angehören. Siehe auch die darunter angefügte Zeichenerklärung. Einige Standorte außerhalb der Region werden aus Gründen der strukturellen Zughörigkeit der dort ehemals stationierten Einheiten/Dienststellen/Truppenteile mit erfasst und betrachtet.

Skizze 3:

Karte Nordhess.Militärmuseum ü.a. 28.11.jpg

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