Standort HESSISCH LICHTENAU

Die Kaserne in Hessisch Lichtenau entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Einsatzflughafens der Luftwaffe der ehemaligen deutschen Wehrmacht aus dem Jahr 1935. Das Gelände war 1945 nach dem Einmarsch der Amerikaner, kurzeitig von der US Luftwaffe als Airfield genutzt worden. 1959 begannen auf dem Gelände die ersten Bauvorbereitungen für eine Kasernenanlage der neu aufgestellten Deutschen Bundeswehr. Am 7. September 1961 wurde das Richtfest der neu erbauten Kaserne gefeiert. Am 8. November 1962 zog das Panzeraufklärungsbataillon 2 aus Fritzlar kommend in den neuen Standort ein.

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Nachfolgende Fotos aus der Chronik des PzAufklBtl 2 wurden uns freundlicherweise vom Freundeskreis des ehemaligen PzAufklBtl 2 zur Verfügung gestellt.

Panzeraufklärungsbataillon 2

Bilder unten: 1962 der Einmarsch des PzAufklBtl 2 mit leichtem Kampfpanzer M41 und Schützenpanzer kurz Hotchkiss bei Feldparade in Hessich-Lichtenau

einzug-pzaufklbtl-2-1962

Foto unten: 20. September 1963 , Übergabe des PzAufklBtl 2, beim abschreiten der Front von links von Major Dr.Thedel Freiherr von Cramm, Generalmajor Klaus Müller Kdr 2.PzGrenDiv und der scheidene Kdr OTL Möws. Im Hintergrund einige Gefechtsfahrzeuge des Btl, wie ein leKpz M 41 und mehrere Spz kurz Hotchkiss mit 20mm BMK.

btlubergabe-1963

Foto unten: 1967 erfolgte die Namensgebung der Blücher-Kaserne, Oberstleutnant Dr.Thedel Freiherr von Cramm bei der Ansprache am Kasernentor.

namensgebung-blucher-kaserne

Fernmeldekompanie 947

Dienst auf dem Fernmeldeturm Hoher Meissner

Das Gelände am Hohen Meissner (bei etwa 500m ü.NN) hatte eine recht interessante, weiter reichende Geschichte. Schon 1948 wurde es als vorgeschobener Posten der Organisation Gehlen (Vorläufer des BND) genutzt, seit 1951 auch vom militärischen Geheimdienst der US Army (Army Security Agency). 1952 entstand das erste Gebäude auf dem Areal, neben dem dann später der Turm des Heeres errichtet wurde. Hier waren zu verschiedenen Zeiten u.a. die folgenden Einheiten stationiert: Border Site Cmd 302 ASA Btn, ASA Det M, Co.C, 319th ASA Btn und die 851st ASA Co. Anfang der Sechziger arbeiteten hier etwa zwanzig bis vierzig Amerikaner in „geheimer Mission“. Auf mehreren Gittermasten waren Yagi- und LogPeriodic-Antennen für den VHF- und HF-Bereich montiert. Bis zur Fertigstellung des Turms war die Bundeswehr am Vorderhang des Meissner aus einer Baracke am Turm Schwalbenthal heraus tätig. zunächst noch mit der 3. Kompanie des Fernmeldebataillons 320 aus Frankenberg/Eder, nach der Umgliederung 1971 mit der FmKp 947 aus Hessisch-Lichtenau. Die Kp wurde am 30. Juni 1993 aufgelöst.

Ehemals in der Blücher-Kaserne Hessisch Lichtenau stationierte Truppenteile und Dienststellen

Panzergrenadierbataillon 51
Panzerbataillon 154
Panzerbataillon 53
Panzerbataillon 54
Panzeraufklärungsbataillon 2
Panzerartilleriebataillon 2
Fernmeldekompanie 947
Panzeraufklärungskompanie 50
Panzerpionierkompanie 50

Erinnerungstafel mit den Dienststellen/Einheiten die ehemals in der Blücher Kaserne stationiert waren.

Im Rahmen der Neustrukturierung der Bundeswehr wurde die Blücher-Kaserne nicht mehr benötigt. Am 13. Juli 2006 fand im Rahmen eines großen Zapfenstreiches die offizielle Abschiedsveranstaltung statt. Der letzte Appell war am 30. November 2006 mit der Außerdienststellung des Panzerartilleriebataillon 2.

Am 20. Dezember 2006 wurden die Kasernentore endgültig geschlossen.