1958 Nato Manöver in Nordhessen

Streitkräfte der NATO verursachten bei Manövern im Herbst 1958 in den Landkreisen HOFGEISMAR und WOLFHAGEN Ernteschäden in der Landwirtschaft. In einem Artikel der „Deutschen Bauernzeitung“ vom 9. Oktober 1958 wurde darüber berichtet.

Das führte am 29.Oktober 1958 in der 47. Sitzung des Deutschen Bundestages zu einer Anfrage des Abgeordneten Bading an die Bundesregierung . Siehe angefügte auszugsweise Kopie aus der Drucksache 585.


Pressemeldungen in der HNA Kassel



1987 Divisionsgefechtsübung 5.Panzerdivision „Goldener Löwe“

Die Divisionsgefechtsübung „Goldener Löwe“ unter Führung der 5. Panzerdivision lief vom 10. bis 18. September im Raum Südniedersachen und Nordhessen. An der Übung waren 16 400 deutsche und 5600 US-Soldaten beteiligt.

Einzelheiten der Übung:


Übungsraum der Gefechtsübung „Goldener Löwe“

Pressemeldung in der Hessischen Allgemeinen -Seite Hessen- am 14.09.1987 über den Manöverbeginn.


Pressemeldungen in der Hessischen Allgemeinen -Seite Hessen- vom 15.09.1987


Am 12.und 14.09.1987 baute die 5.Kp des Pionierbataillon 2 Übungstruppe ROT einen Übergang mit der Faltschwimmbrücke FSB über die Fulda südlich von Röhrenfurth.

Kartenausschnitt google earth

Nachfolgend eine Bildergalerie vom Bau der oben genannten Faltschwimmbrücke.


Am Manöver „Goldener Löwe“ haben erstmals Offiziere der Nationalen Volksarmee der DDR als Beobachter teilgenommen.

Angefügt ein Bericht als Thema des Tages in der Hessischen Allgemeinen vom 16.09.1988


1957 ein Sowjetischer Spähtrupp im Knüllgebirge

Bericht über einen Zwischenfall am 13. Juni 1957

Erste „Feindberührung“ der Bundeswehr – Deutscher Posten sagt „Njet“ –

Dürfen das die Russen?
Der diensttuende Posten am Bundeswehr-Übungsgelände nahe dem Truppenlager Schwarzenborn, der im Gegensatz zu seinen Kollegen an den meisten westdeutschen Kasernentoren nicht der Wach- und Schieß-gesellschaft angehört, sondern ein richtiger Soldat ist, hatte in diesen Tagen im Juni 1957 die erste „Feindberührung.

Auf einem Feldweg näherten sich drei oder vier russische Offiziere in einem Auto und versuchten, an dem Posten vorbei auf den Platz zu fahren, auf dem die Bundeswehr zuweilen Scharfschießen übt. Der Truppen-übungsplatz Schwarzenborn liegt in dem waldreichen Knüllgebirge zwischen dem alten Kreisstädtchen Ziegenhain und Bad Hersfeld, nicht weit von der Autobahn Kassel–Frankfurt und in der Luftlinie nur 35 km vom Eisernen Vorhang entfernt, der westlich von Eisenach das Werratal mehrfach schneidet. Aber nicht von dorther kamen die Offiziere der Roten Armee, obwohl das angesichts des unübersichtlichen Verlaufs der Zonen-grenze gar nicht so abwegig gewesen wäre. Sie kamen vielmehr aus Frankfurt von der Sowjetischen Militärmission und wollten, wie sie dem Wachtposten erklärten, nach Gießen fahren.

Als der Bundeswehrsoldat ihnen entgegnete, dass Gießen erstens in ganz anderer Richtung liege und dass sie zweitens doch wohl nicht über Feldwege dorthin gelangen wollten, lachten die Russen und schickten sich an, an dem Posten vorbeizufahren. Erst auf das energische „Njet“ des deutschen Soldaten machten sie kehrt und fuhren davon. Der Posten hatte gerade noch Zeit, sich die Autonummer zu merken. Zu diesem Vorfall haben in der vergangenen Woche Stellen der Bundeswehr verschiedene Erklärungen abgegeben. Der Kommandant des Truppenübungsplatzes, Major von Tempelhoff, sagte, die Soldaten würden über ihr Verhalten in solchen Fällen immer wieder belehrt. Die Wache habe sich richtig verhalten. Bei der Platzkommandantur habe kein Russe vorgesprochen.
Das Wehrbereichskommando IV in Mainz teilte der Presse mit, auch dort habe die Sowjetische Militärmission nicht um eine Erlaubnis zum Besuch von Übungsplätzen der Bundeswehr nachgesucht.

Die Angehörigen der Militärmission brauchten allerdings auf Grund der Potsdamer Beschlüsse von 1945 auch keine solche Genehmigung. Im Potsdamer Abkommen sei die Verpflichtung der Siegermächte niedergelegt, alle etwaigen militärischen Anlagen auf deutschem Boden zu kontrollieren. Die Sowjetoffiziere aus Frankfurt, deren Aufgabe ja – genau besehen – in nichts anderem bestehe, als diese Kontrolle auszuüben, seien auch schon mehrfach in der Nähe von amerikanischen und deutschen militärischen Anlagen aufgetaucht. Sie hätten sich jedoch bisher immer den Weisungen der Posten gefügt und nirgendwo versucht, ihr Vorhaben mit Nachdruck durchzusetzen,
Diese Darstellung des Wehrbereichskommandos legt verschiedene Fragen nahe: Warum fahren die Russen auf Feldwegen in der Nähe von Truppen-übungsplätzen spazieren, wo sie doch nicht viel Interessantes zu Gesicht bekommen? Warum melden sie sich nicht bei den Kommandeuren an und dringen darauf, eingelassen zu werden, wenn ihnen das Potsdamer Abkommen ein Recht darauf gibt? Wie würden die Dienststellen der Bundeswehr reagieren, wenn die Sowjetoffiziere um die Erlaubnis zur Besichtigung von militärischen Anlagen aller Art nachsuchen würden, obwohl sie doch diese Erlaubnis gar nicht brauchen?
Alle diese Fragen vermag die Bundeswehr nicht zu beantworten.

Quelle: Zeit online
http://www.zeit.de/1957/24/sowjet-spaehtrupp-im-knuellgebirge


Abbildung der Kennzeichen der sowjetischen Militärmission:

1963 Britische Manöver in Nordhessen

Im September 1963 gab es in Nordhessen ein britisches Manöver der 7. GB Panzerbrigade mit Schwerpunkt im Landkreis Hofgeismar. Bei den Bewegungen der Manövertruppe kam es zu erheblichen Schäden, die zum Teil zu Unverständnis und Empörung in der Zivilbevölkerung führte.


Angefügt eine Pressemeldung der Hessischen Allgemeinen -Blick in die Zeit-vom 21.09.1963


1963 Reforger Übung „BIG LIFT“

Manövertruppen der US Armee üben auch im Schwalm-Eder-Kreis im Rahmen der Verlegeübung BigLift, bei dem US Truppen aus den USA nach Europa verlegt wurden. (Bildnachweis: Abbildung unten Quelle webdomain usarmygermany com).

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Big Lift 63 – Übungbeschreibung

“ BigLift 63″ lief von 22.10.1963 bis 25.11.1963 im Übungsraum Hessen: südlich Kassel, Gießen, Aschaffenburg, Frankfurt. An der Übung nahmen 45.000 Soldaten der USA und BRD teil mit insgesamt 12.000 Rad- und 6.500 Rad- und Kettenfahrzeuge sowie Hubschraubern.

Zu den Einheiten Blau gehörten, die 8th (US) Infantry Division, 3rd (US) Cavalry Regiment (Baumholder) , Panzergrenadierbataillon 42 (GE) (Kassel) und die Panzerjägerkompanie 40 (GE) (Kassel). Hinzu kamen die Reforger Einheiten 2nd (US) Armored Division „Hell on Wheels“ (Fort Hood, Texas) und das 2nd Medium Tank Battalion – 67th Armored Regiment.

Die Einheiten Rot wurde gestellt von 3rd (US) Armored Division

Neutrale Einheiten waren das 4th Transportation Command (Oberursel) und das 37th Transportation Command,

Besonderheiten:

Insgesamt wurden 800 Kampfpanzer eingesetzt sowie 15.659 Soldaten der 2nd (US) Armored Division. Diese wurden vom 22.10. bis zum 24.10.63 mit 232 Flügen in 63 Stunden aus den USA eingeflogen. Für den Lufttransport der Reforger-Truppen wurden 240 Flugzeuge vom Typ C-135 „Stratolifter“ eingesetzt und die Flughäfen Frankfurt, Ramstein und Sembach genutzt. Es wurde Gerät aus Depots in Rheinland- Pfalz sowie Nancy und Metz übernommen. Teile der 2nd (US) Armored Division sammelten sich um Raum Landstuhl. Dort wurde eine große Zeltstadt errichtet. Für die Übergabe der schweren Fahrzeuge wurde ein Teilstück der Autobahn A6 zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern für den Zivilverkehr gesperrt. Auf der Air Base Ramstein wurde ebenfalls Material an die Reforger-Truppen übergeben. Im Raum Gießen kam es zum Übungsende zu einem großen Panzergefecht mit  800 Kpz M48 und M60.

Eingesetztes Großgerät:

  • Kampfpanzer M48 A1 Patton
  • Kampfpanzer M60 Patton
  • Schützenpanzer M59
  • Panzerhaubitze M44 155mm
  • Panzerhaubitze M 55 203mm

Pressemeldung Hessische Allgemeine vom 28.10.1963undefined

Nachfolgend Bilder von US Einheiten im Einsatz während dem Manöver BIG LIFT, Quelle US Video.

An der Übung nahmen Einheiten der US Armee sowie als einzige Einheiten der Bundeswehr das Panzergrenadierbataillon 42 und die Panzerjägerkompanie 40 aus KASSEL teil. Siehe nachfolgend anhängende Pressemeldung (Quelle HNA Kassel).

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Die Kreise Ziegenhain, Fritzlar-Homberg und Wolfhagen waren in Nordhessen am stärksten von der Gefechts-Übung betroffen, siehe nachfolgende Pressemeldung zu den Manöverschäden (Quelle HNA Kassel).

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BigLift Presse 06.11.63

1971 Gefechtsübung „Black Cordoba“

Das Großmanöver „Black Cordoba“ der belgischen Armee mit über 8000 Soldaten und insgesamt 2500 Rad-und Kettenfahrzeugen und 20 Hubschraubern lief vom 06. Sept. bis 10. Sept.1971 vorwiegend in den Landkreisen Kassel, Fritzlar-Homberg, Wolfhagen, Frankenberg, Ziegenhain, Alsfeld, Marburg, Dillenburg, Biedenkopf, Gießen und Wetzlar.


Pressemeldung HNA Kassel vom 06.Sept.1971