Am 11. November 1959 gab es den ersten Spatenstich zum Bau der Burgwald-Kaserne, Baukosten von 20 Millionen Mark waren veranschlagt. Im Hochsommer 1960 liefen die Bauarbeiten voll an, die Ringstraße und die Kanalisation wurden angelegt, ab dem 6. Juni ging es an die Hochbauten, und im August begann der Bau der Wasserleitung von der Bahnhofstraße zur Kaserne. Am 22. Juni 1961 war Richtfest für die Wirtschafts- und die Verwaltungsgebäude, am 17. November folgte das Richtfest für die Truppenunterkünfte, das Sanitätsgebäude und das Heizzentrum.
Bild unten: Die Burgwald-Kaserne im Juni 1962 (Bildnachweis: Foto: Archiv Waldeckische Landeszeitung)

Am 1. Juni 1962 zogen die ersten Soldaten des Fernmeldebataillons 320 in noch nicht fertiggestellte Kaserne ein. Diesen folgte kurz darauf das Vorkommando des Raketenartilleriebataillons 22. Die Bauarbeiten liefen vielerorts noch. In den ersten Monaten war viel Improvisation erforderlich.


Am 30. April 1965 wurden die neuen Truppenfahnen der beiden Frankenberger Bataillone beim Kommandeurwechsel des Raketenartilleriebataillon 22 vorgestellt, siehe nachfolgenden Zeitungsbericht der Frankenberger Presse.

Pressespiegel 50 Jahre Bundeswehr in FRANKENBERG in der Hessischen Allgemeinen HNA vom 14.04.2012
-bitte nachfolgenden Text anklicken
Pressespiegel HNA 50Jahre Bundeswehr in FKB
ArtBtl 22 / später Raketenartilleriebataillon 22


Das Bataillon wird erstmals im Aufstellungsbefehl Nr. 409 a (Heer) des BMVg-FüH III 8 erwähnt. Damit beginnt die Aufstellung des Artilleriebataillons 22. Zielstandort ist die Harthberg-Kaserne in Schwalmstadt. Da diese sich noch im Bau befindet wird die 1./., 2./-, und 3. Batterie am 15.02.1962 an den Zwischenstandort Burgwald-Kaserne Frankenberg / Eder verlegt. Die Stationierung in Frankenberg dauert 7 Jahre, Am 07.02.1969 erfolgt die Verlegung an den Endstandort Treysa/Schwalmstadt.
Fernmeldebataillon 320


Am 1. Juni 1962 wurde aus verschiedenen anderen Fernmeldeeinheiten in der neugebauten Burgwald-Kaserne das Fernmeldebataillon 320 (FmBtl 320) des Heeres aufgestellt. Das Bataillon gehörte zu den Korpstruppen des III.Korps. Die Frankenberger Fernmeldesoldaten arbeiteten sowohl mit den stationären Anlagen in Frankenberg als auch mobil nahe der deutsch-deutschen Grenze, z.b. auf den Einrichtungen auf dem Hohen Meissner in Nordhessen.
Ebenfalls werden in der Folge weitere Einheiten in der Burgwald-Kaserne stationiert, diese wurden dem FmBtl 320 wirtschaftlich zugeordnet bzw. unterstellt:
Fernmeldeausbildungskompanie 427 am 1. Juli 1980 umbenannt in FmAusbKp 5/III
Fernmeldekompanie 2 (FmKp EloKa) der 2.PzGrenDiv ab 1979
Fernmeldekompanie 5 (FmKp EloKa) der 5.PzDiv ab 1979
Fernmeldeinstandsetzungskompanie 11/ des III.Korps

Mobilmachungsstützpunkt WIESENFELD (Ortsteil Burgwald-Industriehof)

Der MobStützPunkt lag ca. 5-6 km südwestlich der Burgwald-Kaserne im Ortsteil Burgwald (Industriehof). Er befand sich auf dem Gelände einer ehemaligen Luftmunitionsanstalt. Ab 1. Oktober 1974 war hier der Fernmeldezug 44 (Geräteeinheit) des VBK 44 eingelagert. Er wurde im April 1984 in die Jäger-Kaserne nach Kassel verlegt und dort am 30. September 1994 aufgelöst.
Vom 1. April 1983 bis zum 30. Juni 1996 war auch das Lazarett 7441 als Geräteeinheit hier untergebracht.

Zudem befand sich ab 1981 das Sicherungsbataillon 28 (Geräteeinheit) bis zu seiner Auflösung am 30. September 1996 in diesem Mobilmachungsstützpunkt. Bestehend aus:
Sicherungsbataillon 28 (GerEinh) mit:
1./SichBtl 28 (Stabs-und Versorgungskompanie)
2./SichBtl 28 (Sicherungskompanie)
3./SichBtl 28 (Sicherungskompanie)
4./SichBtl 28 (Sicherungskompanie)

Die Bundeswehr in Frankenberg heute
Heute ist in der Burgwald-Kaserne das Bataillon Elektronische Kampfführung 932 (EloKaBtl 932), stationiert.

Es ist ein Verband der Fernmeldetruppe EloKa der Bundeswehr. Bis 2002 gehörte dieser Verband zum Heer, seitdem zur Streitkräftebasis.
Geschichte
Im Juni 1962 wurde aus verschiedenen Fernmeldeeinheiten in der neugebauten Burgwaldkaserne das Fernmeldebataillon (EloKa) 320 aufgestellt. Die Frankenberger Soldaten arbeiteten sowohl mit den stationären Anlagen in Frankenberg als auch mobil nahe der deutsch-deutschen Grenze. In den 1990ern wurde der Verband zum Fernmelderegiment 320 umgegliedert und 2003 in das Bataillon Elektronische Kampfführung 932 überführt. Im gleichen Jahr wurde der Verband von der Association of Old Crows, einem Fachverband für Elektronische Kampfführung, als bester militärischer Truppenteil dieser Fachrichtung ausgezeichnet. Am 25. Oktober 2011 verkündete Verteidigungsminister de Maizière, dass der Standort Frankenberg (Eder) erhalten bleibt und im Rahmen der Bundeswehrreform lediglich die Anzahl der Soldaten von rund 1000 auf 700 reduziert werden soll, wobei es sich größtenteils um Wehrdienstleistende handelt. Zudem sollen mehrere Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung des Standorts investiert werden. Am 23. Juni 2012 feierte die Burgwaldkaserne ihren 50. Geburtstag.