Standort HANNOVERSCH MÜNDEN

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Von 1952 – 1956 war in der Kurhessen-Kaserne die Grenzschutzgruppe 4 (GSG 4) des BGS stationiert. Am 1. Juli 1956 trat nahezu die gesamte GSG 4 des BGS am Standort Hann. Münden in die Bundeswehr ein. Aus dem Personalbestand des Stabes der GSG 4 bildete sich der Kampftruppenstab A2 und aus dem übrigen Personal das Grenadierbataillon 22. Im November 1956 verlegte das Grenadierbataillon 22 nach Fritzlar in die Luftwaffenkaserne. Die Kampfgruppe A2 wurde etwa zeitgleich nach Marburg verlegt. Am 22. November 1956 wurde Hann. Münden wieder Pionierstandort. Das aus Dillingen/Donau verlegte Panzerpionierbataillon 5 zog in die Kaserne ein. Das Bataillon wurde 1958 der 2. Panzergrenadierdivision unterstellt und in Pionierbataillon 2 umbenannt. 1992 wurde das PiBtl 2 mit einem Großen Zapfenstreich außer Dienst gestellt.

Bilder unten:  Die Toreinfahrt zur Kurhessen-Kaserne und ein Musikkorps mit Ehrenzug auf dem Weg zum Antreteplatz etwa 1966.  Bildnachweis: Archiv Bodo Redlin, mehr siehe die Webseite der Mündener Pioniere, hier anklicken:

Mündener Pioniere

kaserneneinfahrt-1966
blickkaserne1966

Bilder vom letzten großen Tag der offenen Tür der Pioniere 1990 in Hann.Münden. Die Fotos verdeutlichen die Vielfalt an technischer Ausstattung mit Fahrzeugen, Waffen und Gerät der Pioniertruppe.

Bildnachweis: alle Bilder gekennzeichnet copyright Carsten Heide

Das Pionierbataillon 2 war bis 1992 in Hann.Münden stationiert. Am 25. September 1992 verabschiedete sich das Bataillon mit einem Großen Zapfenstreich von der Mündener Bevölkerung.

Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine schrieb dazu am 28.09.1992 u.a.:
> Dem militärischen Zeremoniell im flackernden Schein vieler Fackeln auf dem Tanzwerder wohnten nach polizeilichen Angaben sechs- bis siebentausend Menschen bei. Neben zahlreichen Ehrengästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens sah man viele „Ehemalige“, die in Münden gedient haben. Besonders begrüßt wurden zwei frühere Kompaniechefs, die Generäle Leopold Chalupa (ehemals NATO-Oberbefehlshaber Europa Mitte) und Roland Zedler sowie General Wolfgang Beilicke, der hier Fernmeldeoffizier war. Mit angetreten war eine Abordnung des befreundeten 54. US-Engenieer-Bataillon aus Wildflecken. Die Soldaten zogen anschließend mit ihrem Kommandeur, Oberstleutnant Klaus Hoppe, an der Spitze durch die historische Altstadt, wo man Spalier stand und sie mit Beifall überschüttete. <
Die Garnison Hann. Münden wurde schließlich am 31. März 1993 offiziell aufgelöst. Die Kasernenanlage wurde von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) vermarktet.