Standort BAD AROLSEN Mengeringhausen

1958 Beschluß der Stadtverordnetenversammlung Mengeringhausen zum Bau Kaserne

Eineinhalb Jahre nachdem die ersten Soldaten der neu aufgestellten Bundeswehr in Andernach ihren Dienst angetreten hatten, fasste die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Mengeringhausen am 27.Mai 1958 folgenden Beschluss:
„Da die Stadt Mengeringhausen durch Vorhandensein eines Standortübungsplatzes (Zusatz: damals der belgischen Armee Arolsen) günstige Voraussetzungen für die Errichtung einer Garnison bietet, die Vorbedingungen zur ihrer Einrichtung von der Aufsichtsbehörde und dem Regierungspräsidenten geprüft und positiv beurteilt worden sind, ist die Stadtverordnetenversammlung mit der Errichtung einer Garnison der Stadt Mengeringhausen einverstanden.
Damals wurde Mengeringhausen mit seinen 2411 Einwohnern zur damals kleinsten Garnisonstadt der Bundesrepublik und zur einzigen Bundeswehrgarnison in Waldeck.
Die Aufgabe war es, in kürzester Zeit für etwa 1000 Soldaten Kasernen- und Übungsplatzbereich und für etwa 400 Zeit- und Berufssoldaten mit ihren Familien Lebensmöglichkeiten im Standort zu schaffen.

Foto unten: Die Großbaustelle der Kaserne auf dem Hagen im Jahr 1960 (Bildnachweis: Quelle Chronik PzBtl 63)

Mengeringhausen Bau Kas auf dem Hagen 1960.jpg

Foto unten: Luftaufnahme vom Bau der Kaserne, ebenfalls aufgenommen 1960 (Bildnachweis: Stadtarchiv Mengeringhausen).

Mengeringhausen Luftaufnahme Kaserne

Pressemeldung vom 14.10.1961 in der Waldecker Landeszeitung:

Mengeringhsn Presse 14.10.61


Am 07. November 1961 bezog das Feldartilleriebataillon 45 als erste Bundeswehreinheit die neu erbaute Kasernenanlage

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Das Bataillon war die folgt gegliedert:

  • der ersten Batterie, Stabs-und Versorgungbatterie
  • der zweiten Batterie, schießende Batterie mit -6- Feldhaubitzen
  • der dritten Batterie, schießende Batterie mit -6- Feldhaubitzen

Das Hauptwaffensystem des Bataillons war die Feldhaubitze 105mm verlastet auf dem FAUN Geräteträger GT 8/15, siehe nachfolgende Abbildung.


Nachfolgende Pressemeldung in der Waldeckischen Landeszeitung über den Einzug des Vorkommandos am 02.11.1961.

kas mengeringhsn presse 19.10.61

Am 13.12.1961 übergab der Befehlshaber im Wehrbereich IV Generalmajor Otmar Hansen die Kasernenanlagen ihrer Bestimmung, siehe Bericht in der Waldeckischen Landeszeitung vom 14.12.1961.

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Das neu aufgestellte Panzerbataillon 44 folgte am 11. Januar 1962. Verschiedene Umstrukturierungs-/ und Umbaumaßnahmen bestimmten die weitere Geschichte der Kaserne.

Foto unten: Das Panzerbataillon 44 im Sept. 1962 bei einer Feldparade mit Kampfpanzern M48 A2 durch die Ortsmitte von Mengeringhausen  nach Rückkehr vom einem Truppenübungsplatz Aufenthalt. (Bildnachweis: Chronik PzBtl 44)

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Am 17. Dezember 2004 wurde nach 40-jährigem Bestehen der Bundeswehrstandort Bad Arolsen-Mengeringhausen aufgelöst.

Im Laufe der Jahre waren in der Prinz-Eugen-Kaserne unter anderem folgende Einheiten und Verbände von Heer und Luftwaffe stationiert:

  • Panzerbataillon 63 (aufgelöst)
  • 3./ Panzerbataillon 61 (gem./gekad.) (aufgelöst)
  • Panzerartilleriebataillon 65 (aufgelöst)
  • Panzerjägerkompanie 60 (aufgelöst)
  • Flugabwehrraketengruppe 38 (aufgelöst) 1., 3. und 4. Staffel,

Sammlung zum Bundeswehr Standort Mengeringhausen aus dem Nachlaß von Fritz Monka

Das Stadtarchiv Mengeringhausen hat uns freundlicherweise Pressemeldungen, Bilder, Dokumente, Rede Manuskripte usw. aus dem Nachlaß der verstorbenen früheren Bürgermeister Fritz Monka zur Verfügung gestellt. Bitte öffnen Sie durch Mausklick den nachfolgenden Link:

Dokumente aus dem Nachlaß Fritz Monka