Standort SONTRA

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In den Jahren 1960/1961 wurde die Husaren-Kaserne südlich von Sontra errichtet. Das Foto zeigt die Kaserneneinfahrt und die Wache aufgenommen 2006.

Wache Husarenkaserne Sontra1

Hier waren insgesamt ca. 1000 Soldaten folgender Truppenteile stationiert:

Panzeraufklärungsbataillon 5

Wappen PzaufklBtl 5

Am 1. Juli 1956 ging das Panzeraufklärungsbataillon 5 aus Teilen der Grenzschutzabteilung I hervor. Damit war das Panzeraufklärungsbataillon 5 nach dem Panzeraufklärungsbataillon 7 (Aufstellung: 03.04.1956 – Auflösung 31.12.2002) das zweitälteste Panzeraufklärungsbataillon der Bundeswehr. Zunächst noch in dem Standort Neutrammberg bei Dannenberg an der Elbe, verlegte das aus sechs gekaderten Kompanien bestehende Bataillon nach Hemer. Am 13. Dezember 1956 verlegte das Panzeraufklärungsbataillon 5 nach Fritzlar.

Vorübergehend den Grenadierdivisionen in Hannover und Kassel unterstellt, gehörte das Panzeraufklärungsbataillon 5 seit dem 1. April 1957 der 5. Panzerdivision in Diez an der Lahn an. Zwischen 1957 und 1959 wurde aus Teilen des Panzeraufklärungsbataillons 5 das Panzeraufklärungsbataillon 2 und die Panzeraufklärungskompanie 180 aufgestellt.

Am 14. Dezember 1962 fand das Panzeraufklärungsbataillon 5 seine endgültige Heimat in Sontra. Der Bürgermeister der Stadt Sontra schlug für die Sontraner Kaserne den Namen „Husarenkaserne“ vor, der 1966 vom Bundesminister der Verteidigung Kai-Uwe von Hassel genehmigt wurde. Seitdem heißen die Sontraner Aufklärer „Panzerhusaren“. Ebenfalls 1966 erhielten die „Sontraner Panzerhusaren“ ihr Bataillonswappen. Es zeigt ein gotisches „A“ und die Bataillonsnummer 5 auf goldgelbem Hintergrund. 

Beginnend im Jahr 1967 wurde das Panzeraufklärungsbataillon 5 von dem amerikanischen Kampfpanzer M 48 A2 auf den ersten deutschen Nachkriegspanzer LEOPARD 1 umgerüstet. Der ursprüngliche Spähpanzer kurz – Hotchkiss – wurde ab 1977 nach und nach durch den Spähpanzer LUCHS ersetzt. Ab 1986 löste das neue Radarsystem RASIT auf dem Transportpanzer Fuchs die alten Radargeräte ab.

SpäPz Luchs PzAufklBtl 5

Im Rahmen der Neustrukturierung Heeres wurde das Bataillon aufgelöst. Der Abschiedsappell fand am 18. Dezember 2007 in Sontra statt. Die Einheit wurde zum 31. Dezember 2007 außer Dienst gestellt. Im August 2008 wurde die Husaren-Kaserne endgültig geschlossen

Panzerjägerkompanie 130 

PzJgKp 130

Die Kompanie war der PzGrenBrig 13 in WETZLAR unterstellt und wurde 1968 von WETZLAR nach SONTRA verlegt.

KanJgPz PzJgKp 130 Kopie

Am 30. September 1996 wurde die Einheit im Rahmen der beginnenden Neustrukturierung des Heeres aufgelöst.

Zum Betrieb und Unterhalt  des Standortes SONTRA gehörten bis zur Auflösung folgende Einrichtungen:

 Der Standortübungsplatz, die Standortschießanlage 442/1, die Übungsschießanlage Fliegerabwehr aller Truppen 442/2, die Standortmunitionsniederlage 442/3, die Standortfernmeldeanlage 415/133 und die Fernmeldeanlage Bundeswehr 401/127. Von 1962 bis 1991 befand sich hier auch die Standortverwaltung Sontra. Für die medizinische Versorgung der Soldaten war die Zahnarztgruppe 405/5 und der Sanitätsbereich 44/5 im Kasernenbereich untergebracht.

Bild unten: Die Husaren-Kaserne aus der Luft. Hier waren das (Bildnachweis: webdomain HNA.de am 01.01.2015)

luftaufnahme-kaserne-sontra

Bilder unten: Die 2.PzAufklBtl 5 mit den leichten Spähtrupps Schützenpanzer kurz Hotchkiss mit 20mm Bordkanone aufgefahren zu einem motorisierten Marsch im April 1970 (Bildnachweis: copyright E.Buchenau).

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